Falsche Zeit, falscher Ort…

… eigentlich alles wie immer

beim zug durch die strassen scheint der tage mit der kälte auch die lumenzahl der nicht öffentlichen leuchtquellen dramatisch anzusteigen. wo man auch hinschaut, hat schon irgendwer leuchtmittel mit an die saison angelehnte motive ins fenster gehängt. das grenzt an optischer umweltverschmutzung, wenn man mich fragen würde… tut keiner, ist aber auch besser so 😉

das laub klingt unnatürlich laut, wenn die stadt langsam ruhiger wird und „normale“ menschen daheim sind. sonst klingt die stadt und iher ewige geräuschkulisse gedämpfter. auch die blätter in ihren gelben bis dunkelbraunen geben wenig farbe in so tristem ambiente.

auch wenn es „öffentlich“ eher ruhig (besinnlicher?) aussieht, da sind ein paar baustellen mit potential. was auch immer darunter verstehen will. es kommt einem direkt Wendland, Stuttgart, Duisburg (…) in den sinn.

Blockwart – Ach, weißt du by   / via YouTube

 

ich bin entrüstet und schockiert über die bilder aus dem „kampfgebiet“ rund um den/die castor/en. es hat den anschein, als würden die deutlichen übergriffe der staatsmacht deutlich an schärfe zunehmen.

baum (?) mit kugeln / foto: parcelpanic

viele dieser empörenden gewalteskalation „früher“ liessen sich im nach hinein „verständlicher“ machen. beispiel S21 und die bilder der alten menschen und wasserwerfer, die durch die republik gingen. es gehört zum „krawallmacher 1×1 grundlagenkurs “ bis zur „aktion“ schutz in unauffälligen menschenmengen zu suchen. na, wo würde man suchen? wie wär es mit der Busgesellschaft da hinten?

eigentlich galten die proteste rund um die lagerstätten und die zuwege über lange zeit als „berechenbare“ geschichte. für beide seiten. die scharmützel kamen i.d.r. ohne grosse gewaltanwendungen oder einsatz von „hilfsmitteln“ aus.

bilder von solchen „veranstaltungen“ muss man gewiss mit einem etwas anderen blick betrachten. wer ein wenig knipst, wartet auf das foto seines lebens. wenn man eine ahnung hat, wie sich fotos interessanter in szene setzen lassen, z.b. durch blickwinkel und / oder (bewegungs-) unschärfe, schaut man schon vielleicht „unsensibler“ hin. mir fallen situationen bei Demos gegen rechts ein, in denen sich bilder machen liessen, die in falschen zusammenhang gebracht auch empörend gewesen wäre.

tach auch! / foto: parcelpanic

was allerdings auf einigen uploads zu sehen ist macht fassungslos, wenn nur ein bruchteil der gezeigten brutalität wirklich so stattgefunden hat. diese bilder wären austauschbar mit denen von ländern mit „demokratiebemühungen“ der letzten jahre und sind ein armutszeugnis für die einsatzkräfte. ein anstieg an eskalationen liess sich auch in Duisburg bei den Anti-rechtsdemos der letzten jahre beobachten, allerdings um längen „sanfter“. hier kesselt man alte menschen nur ein. wasserwerfer und schlagstock? später…

das nennt man einen nahtlosen übergang. Stuttgart ist auf eine eigene weise ebenso erschreckend und wirft ein weltbild über den haufen. auch mit dem wissen, der viele rauch könne wie hier eher so eine zeitgeisterscheinung sein und viele der in den medien (lange zeit) sichtbaren nicht-wahlberechtigte auswärtige waren: so massiv hatte ich das nicht erwartet. der zweite gedanke an den weg der

die halbe wahrheit / foto: parcelpanic

S21-leutchen und den wirbel der letzten zeit. für was? keine 50 % gehen zur wahl und davon sind fast 2/3 noch gegner…

oder anders: nur rund 19,9% (!) aller wahlberechtigten haben sich gegen S21 ausgesprochen. (es ist nicht ganz so, aber es könnte so aussehen, als wollten mehr als 80 % den bahnhof einbuddeln lassen. um jeden preis.) so und nun noch einmal kurz der vergleich, der keiner sein kann. beim googlen bürgerproteste und wahlweise Stuttgart, bzw Duisburg wird schnell klar, wo wirkliche medienaufmerkasmkeit und „volksbewegung“ zu sehen war.

auch deswegen ist diese stille um die Hüskentruppe und im allgemeinen eher kein gutes zeichen. oder die Gedenkstätte? aus der richtung scheint auch kein fortschritt zu vermelden. das von der BI innerhalb der eigenen drei wochenfrist eher nicht so viel kam, erstaunt eher wenige.

zehn wochen. wenn man überlegt, wie schnell das vergangene jahr vorbeizog, kaum mehr als ein paar augenblicke. es wird zeit…

Guano Apes – Open Your Eyes by guanoapesmaniac / via Soundcloud

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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Eine Antwort zu Falsche Zeit, falscher Ort…

  1. parcelpanic schreibt:

    im foto „die halbe wahrheit“ sieht man übrigens das markante auto aus dem WDR-Sauerland-Video wieder, am identischen standort.

    nur um es erwähnt zu haben… 😉

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