weggefährten

ich wäre mir selbst nicht ehrlich gegenüber, wenn ich von mir geben würde, die jüngsten entwicklungen allenthalben liessen mich unberührt.

von seinem neuen Blog Zebra1968 habe ich folgenden artikel:

In seinem Leben durchschreitet man viele kleine Etappen. Viele bleiben positiv in Erinnerung manche negativ, weitere beinhalten beide Erfahrungen.

In der letzten Woche endete mal wieder so eine Etappe. Es war eine Etappe die mein Leben bereichert hat und dessen Erfahrung ich auch nicht missen möchten. Dies gilt auch für die negativen Dingen die eine solche Etappe mit sich bringen, vor allem wenn diese das Ende dieser Etappe überschatten.

Wie geht man mit solchen Situationen um? Lässt man sich aus der Bahn werfen?

Mit Sicherheit verlässt man kurz die Umlaufbahn, das ist klar. Man wundert sich dann aber doch, wie schnell man in diese, mehr oder weniger, wieder hinein rutscht. Zudem stellt sich dann auch langsam die Frage, ob diese Enttäuschung wirklich eine solche ist und nicht eher eine Befreiung von einer mentalen Last.

Viele Fragen, die einen selbst am meisten beschäftigten.

Hier mal einen großen Dank an alle Freunde die dabei helfen diese Fragen zu beantworten. Es ist immer gut in solchen Situationen mit Menschen reden zu können die nicht so in die Sache emotional oder anderweitig involviert sind und eine gewisse Neutralität besitzen. Es war kein kurzer, nebensächlicher, sondern ein Intensiver, wichtiger Weg.

Wenn man einen Menschen über ein Jahr begleitet und mit ihm so intensiv zusammen arbeitet wie es bei uns beiden war, lernt man diesen fast so gut kennen wie sich selbst. Man lernt seine Stärken und seine Schwächen kennen. Daher war es klar das sie mit der Situation in der der Verein zum Schluss steckte einfach mental überfordert war. Das sie aber Menschen dann nicht mehr vertraut die sie über ein Jahr ihr in jeder noch so schweren Situation beigestanden sind, ist eher tragisch.

Stattdessen flüchtet sie in einen selbst betrug, unterstützt von einem Menschen der diese Situation für sich selbst ausnutzt. Dass sie es im Moment nicht erkennt liegt an Ihr selbst. Sie will es nicht erkennen. Lieber geht sie weiter einen selbstzerstörenden Weg, als das sie eine Schwäche oder gar einen Fehler zugibt.

Dabei wäre genau das der richtigere Weg gewesen und hätte von wirklicher Stärke gezeugt. Doch da steht sie sich leider immer wieder selbst im Weg und versucht diese Schwäche sich selbst als Stärke vorzugaukeln. Sie kommt nicht aus Ihrer Haut und wird das auch für den Rest ihres Lebens weiter so durch ziehen.

Auf diesem Weg werden dann, wie jetzt, immer mehr Menschen zurück bleiben der sie einmal wichtig war. Wer aber wird am Ende dabei wirklich zurück bleiben. Ein Mensch der gesundheitlich schwer Angeschlagen sich immer wieder selbst aufreiben wird.

Als Freund bleiben da am Ende nicht viele Möglichkeiten mehr etwas zu tun geschweige denn zu Helfen. Man muss sie ziehen lassen, auch für einen selbst wenn sie einem wirklich wichtig ist bzw. war. Nur so bleibt einem selbst etwas erspart.

Man schlägt für sich selbst ein neues Kapitel auf und findet einen neuen Weg. Zurück bleibt der Blick auf fast 15 Monate eines gemeinsamen Weges. Egal ob in schlechten oder guten Zeiten ob bei Siegen oder bei Niederlagen. Es war eine Zeit die man trotz allem gerne mitgegangen ist und das Ende so wie es kam abzusehen war. Das Kapitel ist abgeschlossen wenn auch schweren Herzens.

Wenn man ein Kapitel abschließt, ist es, als wenn man nur die Räume wechselt.

Man schließt hinter sich die Tür, steckt den Schlüssel ein, schließt ab und der Mensch bleibt im Geschichtsbuch deines Lebens zurück.

zum Artikel…

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Meiderich - NightShift / foto: parcelpanic

die schlachtfelder hinterlassen nicht nur gewinner oder verlierer. zumindest ist der/die gewinn(er/in) dabei nicht erkennbar. und was sollte die trophäe sein?

neudeutsch nennt man u.a. „personenschäden“ von „freundlichem feuer“ kollateralschäden. auch sehr verbreitet bei sog. „präzisionswaffen“. politisch korrekter sagt man „die treffen das ziel sicher“ und verschweigt: „ist nur nicht immer klar, welches…“

besonders tragisch empfinde ich die vorgänge in und um NF. neben Konni bildeten einige wenige menschen die „zweite reihe“. den meisten sind sie als Anita, Dirk, Willi etc. bekannt. weitere mitglieder und unterstützer bildeten die (überschaubare) basis z.b. für aktionen. was wird aus ihnen? von einigen liest man wenig, von anderen nichts.

einer derer, die schon immer recht aktiv im internet unterwegs und um/für NF bemüht war, ist Dirk. bis vor kurzem auch 2. Vorsitzender des sich dem augenschein in auflösung befindlichen vereins; wie die anderen noch und ex-Vorstände persönlich bekannt.

seinen und Anitas schritt, die vorstandsposten nicht weiter erfüllen zu wollen/können und den verein insgesamt zu verlassen, muss man auch als solches sehen, was er ist: konsequent.

es steht mir nicht zu, einzelnes zu kommentieren. die unterstellte nähe zum „verein“ exestierte nur in den hirnen derer, die das anders nicht glauben konnten/wollten/durften. von anfang an war allen beteiligten klar, dass ich aktionen wie die „Schattenfiguren“ oder die „Mahnwache“ unterstützen würde, ich aber kein mitglied werden würde.

mit u.a. Anita und Dirk habe ich an den meisten aktionen (zumeist am 24. jeden monats) teilgenommen, von denen viele eindrücke werden bleiben. beide sehe ich regelmässig vor allem aus anderen gründen als denen, die uns hier im www beschäftigen.

ich wünsche Dirk für seinen neuen Blog (Zebra1968 <— HIER klicken) neben einer menge spass auch erfolg. das er sich an etwas festbeissen kann, hat er bewiesen. bis ich mit dem TrashBlog begann, hätte ich mir nicht vorstellen können neben der (zugegeben) arbeit auch spass zu finden.

mit etwas ein ende und vielleicht sogar mal einen frieden zu finden, kann immer auch die chance darauf sein, mit den neuen erfahrungen zukünftig andere entscheidungen zu finden.

zu guter letzt: Dirk kennt man vermutlich medial besser als den typen im schwarzen t-shirt. daran wird sich wohl zumindest nichts ändern… 12.12.!

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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2 Antworten zu weggefährten

  1. Lothar Evers schreibt:

    Ein sehr offener Rückblick. Hier bestens gewürdigt…

  2. Geli schreibt:

    Wirklich mit wachem Auge sehr gut reflektiert.
    Und auch, wenn man dem Verein kritische gegenüber stand, hat man Mitgefühl – beinahe Mitleid – mit denen, die ihre Zeit, ihre Energie, ihre Überzeugung gegeben haben.

    Wenn da nicht im Hinterkopf schlummern würde, dass es das alles im Umfeld des heutigen (Noch)Vereins schon gegeben hat.
    Es gab eine Zeit in den Anfängen, da gab es jede Menge Unterstützer und Befürworter. Dazu zählten neben einigen „Überzeugungstätern“ auch einige Opfer und Betroffene.
    Genauso, wie nach einer angemessenen Trauerzeit und der fassungslosen Starre, etliche Hinterbliebenenfamilien dankbar für die Aktionen waren, die ständig stattfanden, um an ihre verstorbenen Kinder zu erinnern und natürlich auch für den Kampf um den Erhalt des Unglücksortes und die Schaffung der provisorischen Gedenkstätte.

    Doch nach und nach wurde ihre Zahl immer geringer. Nicht etwa, weil sie das Ziel nicht mehr mittragen konnten oder wollten. Nein, diese Rückzüge muss man festmachen an dem Vergalten einer einzigen Frau. So, wie sie jetzt ihre treuesten Begleiter beinahe abserviert hat, hat sie schon von einem Jahr unliebsame, weil kiritische und selbsttätig denkende Unterstützer, fallen lassen oder sie so verärgert, dass sie fluchtartig das Weite gesucht haben.
    Zu guter Letzt haben sich sogar die meisten Angehörigen distanziert und sich lieber selbst organisiert, als weiter auf den Verein zu setzten.

    Und da erstaunt dieser fraglos offene und scharfsinnige Rückblick eines Exvorstandsmitgliedes schon sehr. Denn ihm waren all diese Vorkommnisse bekannt. Er wusste schon lange, wie man mit Menschen umging, die nicht mehr erwünscht waren. Und da gehörte der Entzug der Schreiberechte zu den harmloseren Varianten.
    Und da drängt sich mir schon die Frage auf: War man betreibsblind? Wollte man die Vorkommnisse hinter den Kulissen nicht wahrhaben und trug man sie stillschweigend mit, weil man selber nicht davon betroffen war? Hätte man als Vereinsmitglied nicht gewarnt sein müssen, was auf einen zukommen kann, wenn es eines Tages aus dem Ruder läuft?

    Ich verstehe, dass das Erreichen des Zieles so wichtig war und ist, dass man bestimmte Dinge an die Seite schiebt. Was ich aber nicht verstehe, ist, dass man bereit war, dafür Menschen, die einem einmal wichtig waren, bereitwillig auf der Strecke bleiben ließ. So, wie man jetzt selbst einfach gnadenlos seinem Schicksal überlassen wird.

    Und um das ganz deutlich zu sagen: dies ist nicht als Angriff zu verstehen! Und schon gar nicht als Häme.
    Nennen wir es einen Denkanstoß. Wenn es wirklich weiter gehen soll, muss man der Wahrheit ins Auge sehen. Und Schlüsse daraus ziehen…………auch das könnte ein Neuanfang für Duisburg sein.

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