zu: „Herr Johann“

intuition ist manchmal etwas überraschendes

sie führt uns manchmal zu etwas oder von etwas weg. erst im nachhinein verstehen wir, warum wir einen ort, eine person oder was immer auch glaubten sehen zu müssen oder eben auch nicht.

abgeschlossene Unterführung Koloniestrasse / foto: parcelpanic

sie begegnet einem oft recht überraschend und lässt uns dinge tun, die nicht immer auch logisch wirken. aus einer situation heraus hatte ich das bedürfnis nach „draussen“. wenn  man so ohne ziel und unvorbereitet startet, fallen einem wie mir im bezug aufs „thema“ zwei dinge spontan ein: die „achterbahn“, heute auch für normalsterbliche freigegeben (alternativ ein anderes steuergeldermillionengrab) oder die Rampe.

der weg zur Rampe führte mich am nebenstehenden bild vorbei. es zeigt den wegen abrissarbeiten eines teils der unterführung geschlossenen Koloniestr. „Tunnel“. es zeigt aber auch, wie sich das, was wir heute zumindest noch als (provisorische) Gedenkstätte bezeichen, visuell darstellen könnte. als sackgasse und weg, der zu nichts führt. wenn diese neue kontraproduktive welle der ereignisse etwas positives zu tage gebracht hat, ist es die willensbekundung vieler einzelner oder zerfallender zusammenschlüsse, dies sei nicht das ende dessen, was bis heute erhalten werden konnte.

Mahnmal Nov. 2011 / foto: parcelpanic

über die Oströhre kommend habe ich mich dem ort der tragischen erignisse des 24.07.2010 genähert. für mich der deutlich unangenehmere teil auf dem weg durch die „Unterführungsanlage“. die gut 200 m lange röhre ist aussenlichtabhängig in ihrer beleuchtung gesteuert und vermittelt somit auch regelmässig einen neuen eindruck. wenn Sie bilder der baulichen anlage sehen, bei denen die orange/gelben leucheten zu den weissen in betrieb sind, können Sie von tageslicht und sonne ausserhalb der anlage ausgehen.

an einem trüben tag wie dem heutigen müssen Sie mit einem steril wirkenden reinweiss vorlieb nehmen. es sorgt für eine deutlich kontraststärkere kulisse. zugleich verleiht das licht den „Schattenfiguren“ eine unnatürlich wirkende ausstrahlung. die proportionen der durch ihre geringe bauhöhe (3,80m mittig) recht grösszüg bemessene breite tun ein übriges, um sich über diesen ort gedanken zu machen. wenn man sagen will, hier wäre ein ziel erreicht worden, dann jenes, mit dieser aktion einen bleibenden eindruck zu hinterlassen.

auf den letzten metern in der unterführung kommt einem langsam die (provisorischen) gedenkstätte ins blickfeld. bei fast jeder gelegenheit hier einen moment inne zuhalten werden Sie hier auf menschen treffen. heute bin ich jemandem begegnet, über den sich manche menschen die letzten tage einen kopp gemacht haben. „Herr Johann“ war zugegen.

Duisburg - Hüttenheim / foto: parcelpanic

er ist mit worten nur schwer zu beschreiben und will das im grunde auch nicht. er verfügt weder über einen PC, noch hat er ständigen zugang zun den weiten des www oder wünscht dies. daraus zu schliessen, er könne mit dem was passiert nicht auf dem laufenden sein, zeigt nur die arroganz, mit der wir diese neuen medien über das stellen, was besonders hier im Ruhrgebiet mal einer der schutzwürdigsten werte überhaupt war: gemeinschaft, zusammenhalt und ein bodenständiger gerechtigkeitssinn.

Johann T. ist eine der personen, die man nur von ablichtungen bei NF oder durch zufall in der regionalen presse findet. seine sorge galt von jeher einem ordentlichen erscheinungsbild dieser stätten, das er seinen möglichkeiten immer zu pflegen gesucht hat. er hat über lange zeit erst am „Kubus“ dafür gesorgt, das dort immer ein paar lichter die stelle erhellten und war ebenso an der (provisorischen) gedenkstätte tätig. für ihn sind viele der streitigkeiten schon deswegen nicht nachvollziehbar, weil sie mehr schaden anrichten, als sie der sache dienen könnten.

ihn dort zu treffen weil aus einem gefühl heraus geglaubt zu haben hier mal vorbeischauen zu müssen hat uns beide gleichermassen gefreut. Herr Johann ist kein mann der grossen worte. oder neuer medien. weil aber seine umwelt sich dieser bedient, habe ich ihn gefragt, ob es für ihn in ordnung sei, wenn ich ihn zitiere. „wir schätzen einander für das was wir tun.“ danke dafür, treuer weggefährte.

as time goes by / foto: parcelpanic

mit ihm traf ich dort eine für die regelmässig am ort erscheinenden bekannten „mr. wikipedia“. wie immer gut gekleidet und einem lächeln. allerdings wirkte er (vermutlich subjektiv) ruhiger, weniger mitteillungsbedürftig. wenn ich ihm nicht vorher schon begegnet wäre, hätte ich glauben können, er freue sich mit Herrn Johann. überraschend auch, dass er in der fast halben stunde nicht auf die neueren ereignisse zu sprechen kam. man mag über seine rückschlüsse und theorien denken, was man mag. sie beinhalten aber oft gedankengänge, die einem selbst verwehrt blieben.

ich habe Herrn Johann noch einen guten teil seines heimweges begleitet. dabei folgt man der route, die einem der zuwege zum gelände über die Düsseldorfer Strasse. unter uns und ohne publikum kamen wir vorsichtig auf die neueren gegebenheiten zu sprechen.

er redet nicht gerne darüber, wie sich die situation darstellt. für ihn ist nicht wichtig, wer da was angezettelt hat. das die situation überhaupt so ist, reicht manchen schon.

Meidericher Kulisse / foto: parcelpanic

er nennt keine namen, wenn er über dinge redet, die er besonders verwerflich findet. als wir darüber sprachen, ob und das ich etwas schreiben würde, wurde er erst still. meine vermutung, er habe es sich anders überlegt zerstreute er recht nachhaltig…

wenig später bat er mich in jedem fall davon zu berichten, was ihn am meisten in den letzten wochen aus der fassung geworfen hat. er wolle keine namen nennen. aber er habe zugetragen bekommen, wer die devotionalien der angehörigen damals „entfernt“ hat. man hatte ihm berichtet, es gäbe ein video im internet, bei dem klar zu sehen sei, wer dort „grabschändung“ betreibe. ein ausdruck, auf den wir uns einigen konnten. es könne nicht richtig sein, wenn diese menschen ihr interesse an der gestaltung des ortes über das von solchen stellen, die ihre verbundenheit mit diesem ort auf solche art wie dem ablegen von stofftieren und dergleichen dokumentieren, vorsichtig wiedergegeben.

erster Jahrestag / foto: parcelpanic

es ist auch die falschheit, mit der zum gleichen zeitraum die selbe person anderen moral, anstand, respekt und dergeleichen erklären wollte. und er war erschüttert diese person in zusammenhang mit einem ereignis um die Abwahl des zukünfigen ex-OB zu sehen…

für ihn bedeuten diese vielen querelen für seine arbeit vor ort nichts. darauf angesprochen sagte er nicht zu ersten mal, er wolle solange dort hingehen, wie dort etwas sei und seine beine ihn dort hin trügen. als wir uns dann in der nähe der Königstrasse trennten, fiel es mir schon ein wenig schwer mich zu verabschieden. mich hat seine art mit seinem persönlichen schicksal umzugehen ein weiteres mal in ihren bann gezogen. je nach gesundheitszustand ist er mehrere male die woche vor ort und ist mit seinem einsatz einer jener menschen im hintergrund, die viel zu selten erwähnung finden.

p.s.: intuition? auf dem weg von der gedenkstätte via seinem daheim erzählte er mir, er hätte eigentlich zur „achterbahn“ gewollt, es sich aber ob des wetters überlegt…

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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9 Antworten zu zu: „Herr Johann“

  1. marioernstMario schreibt:

    Danke für diese Eindrücke!

    Ich drifte jedesmal ab,
    wenn ich über Herrn Johann nachdenke.
    Ind habe selten so einen eigensinnigen, offenen, aber auch ehrlich & direkten menschen getroffen.
    Ich ziehe meinen Hut

  2. Geli schreibt:

    Herr Johann ist eine von allen Seiten geschätze und bewunderte Persönlichkeit.
    Umso mehr bekümmert mich, dass er – natürlich auf das angewiesen, was man ihm erzählt – einen falschen Eindruck bekommt von dem, was man im www. wohl „Grabschänder-Aktion“ nennt.

    Deshalb – und nur deshalb – werde ich mich zu diesem Vorfall äußern, an dem ich zwar nicht aktiv beteiligt war, den ich aber aus seiner Entstehung heraus kenne und vielleicht ein wenig mehr beurteilen kann, als all jene, die jetzt am meisten darüber reden.
    Die Teddybären waren – und wenn man ehrlich ist, wird man es eines Tages auch offen zugeben – NICHT von Angehörigen dort angebracht worden, sondern von einer Frau, die glaubte, durch ihren Einsatz und ihren Vereinsvorsitz, die Berechtigung zu haben, die Gestalltungshoheit an sich zu reißen………Ausnahmen bestätigen wie immer jede Regel.

    Es ist nicht nur die Eigenmächtigkeit, dies getan zu haben, sondern auch die Wirkung, die einige Personen handeln ließ. Und das ist jetzt ganz wichtig und sollte man sich in aller Ruhe klar machen: es waren nicht die drei an der Aktion beteiligten Personen allein, die diesen Anblick nicht mehr ertragen konnten, sondern auch ein großer Teil der Hinterbliebenen selbst!
    Insofern traf diese Aktion zwar die ins Markt, die dieser Frau treu an den Lippen hingen und ihren Worten Glauben schenkten. Aber nicht die, die dort um ihre Kinder trauen. Die begrüßten diese Tat; davon konnte ich mich in Gesprächen mit ihnen selbst überzeugen.

    Wenn nun also diese Aktion sogar von den Hinterbliebenen begrüßt wurde, wie kann dann ein solcher Aufschrei durch`s www. gehen? Steckt etwa immer noch in den Köpfen der (Ex)Vereinsmitglieder und Anhängern die Idee, dass ihre Vorsitzende im Namen und Auftrag der Angehörigen handelte?
    WENN die, die jetzt versuchen, sich neu zu sortieren und zu organisieren, um das Erreichen des erklärten Vereinsziel`s zu verwirklichen, in diesen Gedankengängen stecken bleiben, dann werden sie womöglich weiter gegen die Interessen der Opfer und Hinterbliebenen handeln.
    Hier empfehle ich, sich noch einmal mit den im Appell und in der Presse erklärten Wünschen und Vorstellungen derer zu beschäftigen, die diesen Ort am meisten brauchen und inzwischen gut organisiert allein dafür kämpfen.
    Denn wenn man sich weiter engargieren will, dann kann dies nur gelingen, wenn man sich den Wünschen der Hinterbliebenen unterordnet und sie unterstützt. Und dazu gehört auch, dass man die „Grabschänder-Aktion“ endlich in einem anderen Licht betrachtet und sieht, was es wirklich war: der Versuch, zumindest Teile der provissorischen Gedenkstätte in einen Zustand zu versetzten, der auch den Hinterbliebenen den Raum und das Erscheinungsbild gibt, diesen Ort so zu nutzen, wie sie es brauchen.
    Der Zerfall des Vereins kann eine Chance sein. Die Chance, endlich im Interesse der Betroffenen zu handeln!

    ……………..selbstverständlich sich die Beteiligten an der Aktion bereit, Herrn Johann und jeden Interssierten über die Beweggründe in einem persönlichen Gespräch Auskunft zu geben………..

  3. Lothar Evers schreibt:

    Danke Geli für diesen Hintergrund und die Bereitschaft zur Debatte.
    Ich glaube auch, dass wie in Zukunft wichtigeres zu tun haben, als andere zu diskreditieren. Mir war aufgefallen, dass sich nach der keine Individuen oder Angehörige beschwerten, die die „Trauertiere“ dort selbst platziert hatten. Eine Voraussetzung der aufgehängten Teddybären war ja die hohe Einzäunung des historischen Ortes, von der wir lange nicht wussten, dass die auf das Konto von NF ging.

    Ohne alte Wunden erneut aufzureissen:
    in meiner Ästhetik ist es nicht verwerflicher „Teddybären abzuhängen“ als auf jeder Treppenstufe gestalterisch durch Niederlegung von „Emphore und Kreuz“ gestalterisch tätig zu werden. Stets geht es um Gestaltung. Selbst bei der Entfernung des mit „tötet Sauerland“ beschrifteten Steins, an dem ich konsultierend beteiligt war.

    Wir tuen gut daran, den Kampf um den historischen Ort geschlossen zu führen, dessen spätere Gestaltung aber dem Diskurs der unmittelbar von der Katastrophe Betroffenen zu überlassen.

  4. parcelpanic schreibt:

    wir gehen, wenn es auch nicht auf den ersten blick so aussieht, in weiten teilen konform. zum beispiel zur zukünftigen gestaltung. ich beisse mich nicht an detailfragen nach bäumchen, sträuchen und gräsern fest. ob am ende der türgriff am eingang silber oder mattschwarz sein wird: sowas von egal und weit weg. jetzt geht es eher darum ob, was und wieviel Krieger zu erhalten bereit ist oder sein wird.

    zunächst bitte ich zu bedenken hier nicht von einem grab und schon garnicht vom ort eines getöteten reden. wir stehen am ort, an dem auf tragische weise 21 zumeist sehr junge menschen ihr leben lassen mussten. da dürfte die frage von einer gestaltungshoheit eigentlich nicht aufkommen. der steinhaufen, der immer noch da ist, sagt auch etwas anderes.
    abgesehen davon: er beinhaltet mindestens zwei stofftiere…

    diskreditieren ist vielleicht ein zu hartes wort. zumeist passiert es durch die person selbst, die diese fakten schafft. für andere einen deutlich anderen verhaltenskodex, denen erzählen wollen, was respekt ist und zeitgleich für eine neue, saubere politik laufen ist schon etwas, das man nicht unter den tisch kehren sollte. schon garnicht, wenn dem anschein nach jede „verwerflichkeit“ des zukünftigen ex-NF e.V. besonders gerne in die weiten des www schmiert(e)…

    ich glaube auch nicht, ich könne nur im sinne der Gedenkstätte handeln, wenn ich verständnis für die „säuberungsaktion“ empfinde. wenn sich nun der versuch anzudeuten scheint, die „sauerlandstein“-entfernung werde ebenso gesehen, sagt mir das klar hier einen falschen weg gegangen zu sein. wegen mir hätte der da liegen bleiben können, es ist ja nicht „mein“ steinhaufen? oder meine gedenkstätte?

    um den gedankengang, diese „saubermann aktion“ wäre […] der Versuch, zumindest Teile der provissorischen Gedenkstätte in einen Zustand zu versetzten, der auch den Hinterbliebenen den Raum und das Erscheinungsbild gibt, diesen Ort so zu nutzen […] mal ein stück weiter zu denken: wieso hat keiner was gegen z.b. die baumaschinen unternommen, die dort lange geparkt waren?

    • Lothar Evers schreibt:

      Mir gefällt es dass wir kontrovers aber fair diskutieren. Deshalb will ich detailliert antworten.
      „jetzt geht es eher darum ob, was und wieviel Krieger zu erhalten bereit ist oder sein wird.“
      Nicht nur! Vielleicht nicht einmal vorrangig. Es geht um die Frage ob der Rat der Stadt Duisburg im Bebauungsplan einen ausreichenden Teil des historischen Ortes der Loveparade Katastrophe dem Gedenken widmet und erhält. Mit den Entwürfen Mogendorf Spanhof und den beiden letzten von Krieger sind Grundzüge gut beschrieben. Was jetzt ansteht ist eine öffentliche Debatte zur Dimension und zur Anmutung dieses Ortes. Dann geht es um die Frage, ob der Rat und die Verwaltung bereit sind, über das von Krieger freiwillig angebotene hinaus geht und ein ausreichend grosses Areal dem Gedenken an die Katastrophe reserviert.

      „wir stehen am ort, an dem auf tragische weise 21 zumeist sehr junge menschen ihr leben lassen mussten.“
      und einige Dutzend weitere dem Tod nur knapp entkommen sind und bis heute traumatisiert wurden….

      Es lohnt sich, glaube ich sowohl einige der NF Aktivitäten als auch der früheren Freunde und heutigen Gehen unter einem gemeinsamen Aspekt zu sehen:
      „Traumatisierung“.
      Viele Menschen sind durch die Katastrophe nach wie vor emotional aufgewühlt und handeln nicht immer rational….

  5. mozie schreibt:

    Woher willst du wissen, ob keiner was gegen die baumaschinen getan hat? Sie waren doch dann weg 😉 !

  6. Geli schreibt:

    Vielleicht mal überlegen……… Wo könnte der Unterschied sein zwischen einer wahrgenommenen Gestaltungshoheit und dem Steinhaufen?
    Für mich liegt er darin, dass die provisorische Gedenkstätte ausschließlich von einem bestimmten Personenkreis gestaltet wird, während der Steinhaufen als winziges Häufchen Steine angefangen hat und als Angebot zum Mitmachen gedacht war. Seine jetzige Größe zeugt davon, dass die Besucher die Idee dankbar angenommen haben.
    Und wer wie ich am Jahrestag gemeinsam mit den Angehörigen im Tunnel war, konnte feststellen, dass dort nicht etwas Massen von neuen Kuscheltieren den Weg an die Rampe fanden, sehr woh aber Steine von den Hinterbliebenen beschriftet wurden.

    Angriffe auf Personen helfen keinem; schon gar nicht den Hinterbliebenen und Opfern.
    Sie haben ihre Wünsche zum Erscheinungsbild des Ortes geäußert. Lasst uns sie nach Kräften darin unterstützen, dass sie Gehör finden und Krieger eine Fläche zur Verfügung stellt, mit der die Beteiligten umgehen können.
    Und deren Wünsche zu respektieren heißt für uns als die „Macher“ des Steinhaufen`s auch, dass wir diesen entfernen, wenn es gewünscht wird…………..wenn wir dann auch versuchen würden, einen Weg zu finden, wie die Steine mit den Gedanken der Besucher nicht gänzlich verloren gehen.
    Die Frage ist, ob die „Macher“ der provisorischen Gedenkstätte auch bereit wären, gewisse gestalterische Aspekte zu entfernen, wenn ein solcher Wunsch von den Hinterbliebenen und Opfern formuliert würde.

    • Lothar Evers schreibt:

      auch hier eine winzige Ergänzung:
      „Lasst uns sie nach Kräften darin unterstützen, dass sie Gehör finden und Krieger eine Fläche zur Verfügung stellt, mit der die Beteiligten umgehen können.“
      Das klingt mir zu hoheitlich.
      Herrn Krieger gehört das Gelände. Bebauen darf er es nach einem Bebauungsplan. Der geltende erlaubt ihm darauf einen Güterbahnhof zu betreiben. Der Rat muss also einen neuen beschliessen.
      Es ist seine und nicht Kriegers Entscheidung, wo die Möbelhäuser stehen, wo ein See angelegt wird, ein KInderspielplatz entsteht oder ein riesiges Schild potentielle Käufer auf der Autobahn auf die „Ausfahrt Möbelhaus“ hinweist. Also entscheidet auch der Rat darüber, ob wir einen relevanten Teil des historischen Ortes der Katastrophe dem Gedenken widmen oder wir einen Gedenkraum nach Kriegers Gusto erhalten.

      Dieser Rat aber auch die ganze Stadt, sollten gestalten. Nicht jeder beliebige Investor. Das schliesst vernünftige Gespräche und Verhandlungen nicht aus. Waohl aber:
      Bittgänge….

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