wie in alten tagen

eher leise und am rande schlich sich die nachricht vom kommmenden streik in der Metallindustrie durch die medien.

01. Mai 2011 - Landschaftspark - Duisburg / foto: parcelpanic

heute (09.11.2011) sollen unter anderem werke in Dortmund, Düsseldorf und Krefeld bestreikt werden. am Donnerstag wird Duisburg (und Bochum) noch einmal einen kleine revue davon bekommen, wie in guten alten zeit druck gemacht wurde. auch da gab es stimmen, die einem einreden wollten, der arbeitgeber müsse ja nicht und man sei ja auf seine arbeit auch angewiesen… und lieber den spatz in der hand als nopes.

mit dem denken befänden sich die verhältnisse zwischen AG und AN noch auf chinesischen verhältnissen. wenn sich leistung in dem fall anscheinend nie lohnen soll, bleibt der kampf um „vernünftige“ umgebungsmodalitäten. aber wieder mal weit weg damit…

sehen manche heute in Demonstrationen eher Mob, Pöbel und Gesocks, war es in früheren tagen das mittel seinen unmut zu bestimmten dingen kund zu tun. das letzte mal richtig auf dem trapez damit waren die genossen ossis mit ihrer „wir sind das volk“-nummer, weiter abgeschlagen die ursprünge der MontagsDemos. wie aus der Loveparade ein Wanderzirkus geworden ist, sind dieser tage in manchen gegenden diese versammlungen etwas distanzierter zu betrachten.

s(ch)ein / foto: parcelpanic

heute beschränkt sich unsere beteiligung an den geschicken dieses landes auf ein paar kreuzchen und dasfüllen des steuerfüllhorns. die herrschaften, die eigentlich im sinne und zum wohle dieser herde agieren sollten bekommen diese signale nicht mehr. also ist wohl auch alles im lack. paradoxer weise würde nach dem denkschema die unsinnigkeit noch gesteigert werden, wolle man das volk zu sympathiekundgebungen animieren. dann erklärt sich auch wieder so ein „projekt“ wie die KüppersMühlenPleite und das StadtarchivMillionen€Grab fast von selbst. wenn man fest genug daran glaubt kann es gelingen.

wenn es nicht gelingt: vielleicht nicht fest genug dran geglaubt?

 

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Über parcelpanic

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7 Antworten zu wie in alten tagen

  1. Jürgen Rohn schreibt:

    In der BRD leben wir nicht in einer Basisdemokratie sondern in einer repräsentativen Demokratie. Politische Sachentscheidungen werden durch Volksvertreter getroffen. Der Satz „heute beschränkt sich unsere beteiligung an den geschicken dieses landes auf ein paar kreuzchen “ beinhaltet Politikverdrossenheit. Nun kann ja jeder sich in Parteien einbringen oder auch eine Partei gründen, wie man gerade sieht. Fakt ist aber auch, das gewisse Inhalte in Deutschland mit den gegebenen Parteien keine Mehrheiten finden, Daher operien auch Netzwerke, die glauben unerkannt zu sein, im Hintergrund. Sie versuchen, bestehende Konflikte zur Destabilisierung zu nutzen, wie Occupy Wall Street, Castortransporte usw. Gerade dort tummeln sich Menschen, die unzufrieden sind. Ein lohnendes Feld für Personenanbindungen. Denn das ist das Hauptproblem derer, die sehenden Auges unübersehbare Missstände erblicken, aber nicht die Menschen haben, dagegen etwas zu unternehmen. Und wenn Mitstreiter dann untereinander mehr mit sich im Streit liegen, als sich um die Sache zu kümmern, kann man es ganz abhaken.

  2. parcelpanic schreibt:

    vielleicht liegst Du mit verdrossenheit garnicht schlecht. dabei liegt es vielleicht weniger an der politik, als mehr an denen, deren geschicke gelenkt werden. also eher „volksverdrossenheit“.

    der sozialabbau ist auch in anderen ländern betrieben worden. es fallen einem aber beispiele ein, wo es am deutlich visuell sichtbaren und gut vernehmbaren protest eben dieser gruppe scheiterte. hier brennen autos nicht aus politischen gründen, sondern aus langeweile.

  3. Jürgen Rohn schreibt:

    Jason, von der Basis her eine BI zu gründen, oder aber eine Online Zeitung ins Netz zu stellen, um an der Meinungsbildung teilzunehmen, sind Notwendigkeiten. Wenn aber zwei Politclowns eine Partei gründen wollen, konterkariert es eher diese Absichten auf politische Teilhabe an der gesellschaftlichen Gestaltung und dient nur den bestehenden Machtverhältnissen. Ich habe damit kein Problem, das K.H.s Auto seit 1 einhalb Wochen – andauernd – in Rheinhausen gesehen wird. Mögliche Bettgeschichten interessieren mich nicht. Besonders bei Frauen über 40, die mir zu alt sind. Aber aus einer möglichen Liaison gleich eine Partei gründen zu wollen, pathologisiert sich schon von selbst.

  4. parcelpanic schreibt:

    ach Jürgen… wegen Dir werd ich den Blog noch FSK 16 oder gar FSK 18 kennzeichnen müssen.

    wenn man jedem gerücht glaubt, sind vorstandsreisen von VW oder dieser versicherung nach z.b. brasilien noch butterfahrten gegen das, was sich fortpflanzungstechnisch um das was uns alle bewegt dreht. was für ein verschenktes potential der TV-medien!

    persönlich interessiert es mich auch wenig. oder um es mit Stromberg zu sagen: „man steckt seinen füller nicht in firmentinte.“

  5. Jürgen Rohn schreibt:

    Es ist kein Gerücht. Die Quelle wohnt in Rheinhausen.

  6. parcelpanic schreibt:

    ich kann Dich nicht verstehen, weil ich mir die ohren zuhalte.
    so will ich verhindern, dass Du mir schlimme bilder im kopf machst, mit denen ich ins bett muss… 😉

  7. Jürgen Rohn schreibt:

    Vielleicht stimmt es ja auch nicht. 😉

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