puzzleteile

wo wir just bei der demontage unserer selbst und anderer sind…

wir erinnern uns alle, wohin sich der Bruder Adolf gerne verkroch, wenn er die kritik der eigenen nicht mehr ertrug? wo er trost und verständnis fand. der folgende artikel könnte das relativieren, mit dem verständnis, z.b.:

welt.de:

Gerüchte um schwarze Kassen in Ditib-Moschee

Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin soll schwarze Kassen geführt und türkischen Rechtsradikalen nahegestanden haben. Doch ihr Rücktritt wäre verheerend.

Ein ketzerisches Gedankenspiel wurde diese Woche im Umfeld von Zülfiye Kaykin angestellt: Was wäre denn, wenn die Staatssekretärin abgesetzt würde, wenn sie also infolge öffentlicher Kritik zurückträte? So fragte man sich im Kaykin-Lager. Welches Signal ginge davon wohl aus? […]

[…] Jüngst wurde ein Bericht von Wirtschaftsprüfern bekannt, demzufolge unter Frau Kaykin öffentliche Projektgelder veruntreut und schwarze Kassen geführt worden seien. Die von Kaykin komplett zurückgewiesenen Vorwürfe verloren leicht an Kraft, als bekannt wurde, dass es sich nur um einen Zwischenbericht handelte, der teils falsch ins Deutsche übersetzt und offenbar erneut überarbeitet wurde, bevor er in die Öffentlichkeit kam. […]

[…] Dahinter steckt ein Machtkampf, der seit Jahren bei Ditib geführt wird: zwischen Reformislamisten, die der türkischen Regierungspartei AKP zuneigen, und Ultranationalisten, die zur türkisch-rechtsnationalistischen MHP tendieren. Irgendwo dazwischen ringen auch Linksnationalisten und Moderate darum, zwischen den Lagern nicht zerrieben zu werden. […]

alles lesen…

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na, auch wieder dieses klingeln im ohr? so, als prasselten €? ich dreh dann immer die seite mit dem tinnitus hin und hoffe auf ein update vom klingelton…

ist sicher nur bei mir als hobbykrakeler und dauerpessimisten so, als würde man bei der lektüre des gesamten artikel (verdammt viel text immer bei dem blatt…) immer wieder eher Europäische verhaltensmuster sehen. so als hätten die die zeit mit Adolf auch für sich genutzt. wenn`s so ist: das ist gelungene und gelebte integration, könnte man sagen.

DU - Meiderich, Alter Milchhof / foto: parcelpanic

das begegnet einem an jeder ecke. es setzten sich dinge durch, die wir gut kennen, aber nicht unbedingt schätzen. klüngel und filz wurde vermutlich hier nicht erfunden, bestenfalls versucht das ganze zu perfektionieren. vielleicht sollten die o.g. einfach einen neuen ratgeber suchen. wobei der alte demnächst reichlich zeit hat.

aber vielleicht sollte man da auch mal schauen, mit wem er sich da so rumtreibt, der Adolf. wie schnell man vom „ersten mann am platz“ zu den top ten gesuchten gehört hat die jüngste vergangenheit in einigen neu-demokratie-ähnlich-befreiten-zonen gezeigt. und die wählen ganz anders ab…

als ich vor gut einer dekade mitbürger dieser seltsam anmutenden stadt wurde, war mein wesen geprägt von harmonie zwischen den völkern. für bemerkungen, die ich heute von mir höre, hätte ich damals noch eine diskussion vom zaun gebrochen. so etwas relativiert sich, wenn man an einem neuen arbeitsplatz mal die gegenseite von Günter Grass betrachtet. wenn man in einem betrieb anfängt, in dem zu (damals noch gut) 85% eine personengruppe stellt, die ihre sprache ausgiebig und möglichst ausschliesslich pflegt, kann man nachempfinden, wie der herr gastarbeiter sich in den frühen 50ern gefühlt hat. und das „zuhause“…

StadtBahnStation Steinsche Gasse / foto: parcelpanic

unabhängig von herkunft, religion, hautfarbe or what ever schätze ich den grossteil menschen, mit denen ich täglich zu tun habe. die wenigsten versuchen mir religion oder politik aufzudrängen und respektieren mich zumindest im selben rahmen, wie ich es tue. zumeist funktioniert das auch.

der langen rede wirrer sinn: es macht keinen sinn, mich in eine rechte ecke drängen zu wollen, wenn ich „ausländerfeindlich“ klingen sollte. zum einen habe ich mich hier in Duisburg gegen Braune nicht das erste mal einkesseln lassen. zur sicherheit bin ich auch durch geburt mit einer anderen als der deutschen nationalität beschenkt.

so lässt sich die problematik der „gastarbeiterwelle 2.0“ auch aus einem weiteren blickwinkel betrachten. da trifft der „etablierte“ auf den newby. vorbild dafür ist eine szene in München bei einer Spedition vor der Jahrtausendwende, bei der ich als „ohrenzeuge“ in reinstem ortsüblichen bayrischem dialekt jemanden einen albaner als übersetzt „ausländisches gesocks“ titulieren höre. um die ecke geschossen stehe ich vor dem „ausländerfeind“. einem nigerianer, laut passport.

man kann eine menge lernen, wenn die halbe welt bei einem um die ecke wohnt. einen gelasseneren umgang miteinader. das es in jeder volksgruppe solche und solche gibt. das vorurteile schneller auf als abgebaut sind. mit der zeit hat sich aber auch die klare erkenntnis geprägt, dass besonders in unserer grössten „zuzugsgruppe“ gerne „nationalistisch oder islamistische angehauchte“ zu finden sind. das muss einen nicht in panik verfallen lassen, sollte aber wie andere vermutlich eher nicht ohne grund vom Verfassungsschutz ins visier geratene hellhöriger werden lassen.

und wegen Adolf… 😉

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Über parcelpanic

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Eine Antwort zu puzzleteile

  1. Jürgen Rohn schreibt:

    Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten. Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufspringen, bis wir am Ziel sind.“
    (Zitat des jetzigen türkischen Ministerpräsidenten, Recep Tayyip Erdoğan, aus dem Jahr 1997)

    Wir haben Organisationen, die unter Ausnutzung der rechtsstaatlichen Instrumentarien (=legalistisch) islamistische Positionen auch im gesellschaftlichen Leben Deutschlands durchsetzen, mindestens aber Freiräume für organisierte islamistische Betätigung in Deutschland erlangen wollen und so – desintegrativ – zur Bildung einer islamistischen Binnengesellschaft beitragen. Quelle: BfV Etwa 37.470 Personen waren Ende 2010 Mitglieder oder Anhänger einer der 29 islamistischen Gruppierungen in Deutschland. Quelle: BfV Einige islamistische Gruppierungen, die sich meist als Interessenvertreter großer Teile der über 3,8 Millionen im Bundesgebiet lebenden Muslime verstehen, verfolgen eine breite angelegte Strategie. Auch sie wollen die Herrschaftsverhältnisse in ihren Herkunftsländern zugunsten eines islamischen Staatswesens ändern. Zugleich zielen sie mit einer legalistischen Strategie darauf ab, ihren Anhängern im Bundesgebiet Freiräume für ein Scharia konformes Leben zu schaffen. Diese Vorgehensweise kann zur Entstehung von Parallelgesellschaften beitragen und Radikalisierungsprozesse initiieren. In diese Kategorie legalistisch operierender Organisationen fallen die „Islamische Gemeinschaft Millî Görüs e.V.“ (IGMG) sowie die ideologisch der „Muslimbruderschaft“ (MB) nahestehende „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ (IGD) und die mit ihr verbundenen „Islamischen Zentren“. Quelle BfV

    Unglaublich, was ist der Rohn für ein rechtes Schwein. Was für furchtbare Lügen. Und wie heißt diese Tarnorganisation, wahrscheinlich gesteuert von den Pros oder der NPD? Wie heißen die , BfV? Ja, liebe Leser, diese Erkenntnisse entstammen gesichert dem Bundesamt für Verfassungsschutz, wobei anzunehmen ist, das die Dunkelziffer weitaus höher ist.

    Es geht nicht darum, Grundrechte auf Religionsausübung in Frage zu stellen. Es geht darum, das hier in der BRD fast 40000 Menschen leben, die den Islam teilweise als Ideologie betrachten und unsere Demokratie gerne abschaffen würden. Darüber brauchen wir einen gesellschaftlichen Diskurs. Sauerland gönne ich dabei sein privates Glück mit einer jungen Frau, mutmaßlich türkischstämmiger Herkunft. Allerdings wäre mir der kritische Umgang mit den Strukturen, die auch er schafft, lieber.

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