apropos: Krieger…

na, erschüttert? nun ist alles am ende oder wieder alles offen?

kann man so oder so sehen. so wie den kollegen Investor, über den wir reden.

wenn wir über den reden. bis dato hatten wir ja eher die bezeichnung Gönner oder sowas im gebrauch. wirklich gerechtigkeitstreue menschen würden hier den vorwurf erheben, für ein anderes ziel nicht die ganze energie gegen etwas zu setzten, dass nicht vor dem (erwarteten) beweis des gegenteils als „freundlich gesinnt“ zu betrachten ist. mal ganz, ganz sehr diplomatisch versucht zu formulieren.

twilight / foto: parcelpanic

nur menschen, die sich zumindest die hose mit der kneifzange zumachen, lassen sich glaubhaft versichern, der Onkel Kurt würde wegen ein bischen gegenwind, der nicht einmal einer leichten brise ähnelt, bange machen lassen. genausowenig lässt er sich normalerweise sagen, wo es langgehen soll. da ist die lösung selbsterklärend und schnell verdeutlicht: seinen weg.

wenn ja nun schon jemand völlig „unbeteiligtes“ schuld am vermeindlichen scheitern der Gedenkstätte ist, kann ich ja eigentlich auch die handbremse lösen und meine meinung zu dem investor Krieger ohne rücksicht auf den grundstückseigentümer der (provisorischen) Gedenkstätte von mir geben?

genauso gut könnte ich behaupten, der redakteur-dingens Thomas R. wäre für die erdverwerfungen auf dem parkplatz neben dem Old Daddy verantwortlich. oder mein lieblingsnachbar von „übern spielplatz“ wäre schuld daran, dass die bäume derzeit das laub fallen lassen.

nee, bevor ich mich auf das niveau herunterbuddele, würde ich auf das letzte „anderthalb-jahrzehnt-projekt“ in Hamburg, auf das bei uns vor der haustür und die osten hinweisen.

beispiele?

MDR.de:

Einkaufspark Günthersdorf soll weiter wachsen

Der Einkaufspark „Nova eventis“ in Günthersdorf soll erweitert werden. Das hat die Stadtverwaltung Leuna am Dienstag mitgeteilt. Ein Investor habe die Erstellung eines Bebauungsplanes beantragt, hieß es weiter. […]

[…] Futuristisch und farbig - der Eingangsbereich vom Einkaufs- und Erlebniszentrum nova eventis in Günthersdorf. Stadt Leipzig will in Planungen eingebunden werden […]

[…] Danach folgt laut Lämmerhirt „ein langes Prozedere, bevor über einen tatsächlichen Baubeginn gesprochen werden kann“. Investor ist dem Bericht zufolge der Berliner Unternehmer Kurt Krieger, der Inhaber der Möbel-Kette Höffner und Mehrheitsaktionär von Möbel Walther ist.

Kritik an der Erweiterung kam bereits von der Stadt Leipzig. Stadtsprecher Matthias Hasberg sagte dem MDR, das Vorhaben ziehe Kaufkraft aus der Stadt ab: […]

[…] Die Stadt Halle hat ebenfalls bereits angekündigt, einer entsprechenden Bauplanung zu widersprechen, sobald die Verantwortlichen in die Planung einbezogen werden. Auch für Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen ist ein Rechtsstreit vorprogrammiert. Bühligen appellierte in der „Mitteldeutschen Zeitung“ an die Stadträte von Leuna, dem gesamten Erweiterungsprojekt nicht zuzustimmen. […]

alles lesen…

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rearviewmirror (montage) / foto: parcelpanic

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SächsischeZeitung:

Baustart von Sconto-Markt verschoben

Das Möbelhaus am Elbepark wird nun erst ab Frühjahr gebaut. Es soll dann gemeinsam mit einem Bürohaus errichtet werden.

Der geplante Sconto-Möbelmarkt und ein benachbartes Bürohaus an der Lommatzscher Straße gegenüber dem Elbepark werden erst ab kommendem Frühjahr gebaut. Das sagte der Geschäftsführer der Verwaltungsgesellschaft der Krieger-Immobilien, Andreas Uhlig. […]

[…] Derzeit sei Krieger noch im Gespräch mit einem Interessenten für das 32 Meter hohe Bürogebäude. Der Interessent wolle das gesamte Bürohaus pachten, sagte Uhlig. Wer der neue Mieter ist, verriet er nicht. […]

[…] Eigentlich sollten bereits im August die Bagger für die beiden Bauprojekte anrollen. Im Juli hatte der Stadtrat grünes Licht für den Sconto-Markt gegeben. Nach Angaben von Uhlig dauerte die Genehmigung des Möbelmarktes damit aber länger als geplant. Die Genehmigung hatte sich verzögert, weil die beiden Neubauten nahe des Elbeparks im Vorfeld heftig umstritten waren. […]

[…] Zudem befürchteten Kritiker negative Auswirkungen auf den innerstädtischen Handel. Daraufhin ließ die Stadtverwaltung ein Gutachten erstellen, das jegliche Kritik zurückwies. Nach Meinung der Stadt werde mit den beiden Neubauten die Stadtteilentwicklung in Kaditz und Mickten vorangetrieben. Im Stadtrat stimmten hauptsächlich CDU, FDP und Bürgerfraktion für den Bau. Neben der SPD lehnten auch Grüne und Linke das Projekt ab. […]

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soviel erst einmal zum thema „scharfer gegenwind“ hier bei uns, falsche verdächtige und „Schnauze voll von Duisburg“…

wer genauer hinsieht, entdeckt einige eckpunkte, die so auch in Duisburg gelten… zufall, ganz sicher!

wenn man sich ein wenig in Kriegerprojekte einliest, könnte man zum schluss kommen, hier werde mal wieder gezockt. gib den schwarzen peter weiter und schau, was passiert. das dann diese eher unwillig getretene pille von einigen unterbeschäftigten internet-weltverbesserern über die mittellinie verlängert würde, hat er sich dabei vermutlich selbst nicht erträumt…

da kann man beim lesen so mancher kommentare schon verstehen, dass er die „Schnautze“ anscheinend eher von denen „voll“ hat, die sich für die „richtig guten“ halten. und mit denen er vielleicht diese konstruktiven gespräche (unter absprache von stillschweigen) hatte. oder auch deren „randerscheinungen“… in anderer worte gekleidet:

wer solche „freunde“ hat, kann bei den „feinden“ sparen!

StW-Turm Nov. 2011 / foto: parcelpanic

statt das ziel zu unterstützen und etwas konstruktives dafür zu tun sich einen vermeindlich schwächeren zu stürzen hat aber schon tradition. bringt nix, scheint aber „spass“ zu machen. wirklich mit freude am thema kann man erst wieder sein, wenn endlich die wirklichen beteiligten zueinander finden und die einheizer- und anfeuerertruppen begreifen, das die erste geige nicht zu vergeben ist und es für dummdreiste vorstösse wie aus dem Rathaus keine preise zu vergeben sind. schon garnicht an solche, die ausser nicht mal ordentlich dreckwerfen und ins rampenlicht-drängeln nix drauf haben…

keine angst. der Onkel Kurt wird sicher nicht auf seine Möbelbude in Duisburg verzichten. er wird sicher nicht für nen appel und nen ei sein filetstück an irgendeinen schrotthändler verschachern, so das ein zweiter innenhafen entsteht.

dreht sich um sich selbst und glaubt, es bewegt dabei etwas / foto: pacelpanic

der anschein, er wolle abwarten, bis sich alle klar sind, was sie wollen (ohne zu wissen was er zu tun bereit ist), um erst zu bauen, wenn sich die mehr oder minder beteiligten bis zur besiedelung des Mars ausgetobt haben, irrt vermutlich.

insgeheim scharrt er schon vernehmlich mit den hufen. man könnte es hören, wenn alle mal einen moment die luft anhalten. zusammen…

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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