nachgereicht…

DerWesten:

Wie das Abwahlverfahren für Sauerland zum Lager-Wahlkampf wird

Duisburg, 21.10.2011, Oliver Schmeer
Duisburg. Die Unterschriften-Aktion zum Abwahlverfahren gegen OB Sauerland droht zu einem politischen Lager-Wahlkampf zu werden.

Der Erfolg der Initiative für ein OB-Abwahlverfahren, das bescheinigt ihr auch der Duisburger Uni-Politikprofessor Korte, lag in ihrer Überparteilichkeit. Sie fokussierte sich auf die Forderung, dass ein Neuanfang nur ohne Sauerland möglich ist. Das glauben 80 000 Menschen – viele davon eben ohne Parteibindung. Deshalb unterschrieben sie. […]

[…] Genügt es, mit der Abwahl der Person des OB den Befreiungsschlag zu ermöglichen oder braucht es zusätzlich die politische Generalabrechnung mit dem „System Sauerland“, das es längst nicht mehr gibt. Die CDU kehrt das um: Wer Sauerland nicht will, will wieder die „Sozen-Herrschaft“. Da braut sich ein unseliges Wahlkampf-Gebräu zusammen, wo es doch um Aufarbeitung und Verantwortung einer Katastrophe geht, um das Verhalten danach und nicht um CDU oder SPD, um die Macht und welches Parteibuch sie hat. Kurz, es geht um den Neuanfang. […]

alles lesen…

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so liest es sich, wenn menschen das schreiben, die dafür sogar geld bekommen.

die frage dahinter steht schon eine weile im raum und ist eigentlich auch schon beantwortet. (nein, nicht 23.)

„genügt es für einen echten „neuanfang“ nur den OB zu wechseln oder liegt der fehler im „system?“

Hüttenheim / foto: parcelpanic

jenseits von Schuld und Verantwortung dürfte das erlebte um die genehmigung und die nicht stattgefundene aufarbeitung seitens der entscheidungsträger und ihrer kontrollinstanzen gezeigt haben, hier könne einiges im argen liegen.

aber so richtig… erst recht, wenn faktisch erkenntnisse nicht konsequent umgesetzt werden. wieder nicht.

aus dem Flughafenbrand Düsseldorf am 11. April 1996 resultierend die meisten als neu und nach der Loveparade ins leben gerufenen richtlinien und vorgaben. es ist nicht so, als habe man aus einer „gross-schadenslage“ nichts gelernt, … damals. die ergebnisse wurden nur entweder nicht beachtet oder wie im fall der genehmigung der Loveparade weit über eine karikatur ihrer selbst hinaus gedehnt.

ach Bambi... / foto: parcelpanic

aber zum kernpunkt zurück:

Duisburg ist am scheideweg von der „workingclasshero-stadt“ mit herz zur schickimicki-town der gewinn(l)er.

der weg, den die herrschaften am langen hebel gehen wollen, zeigt sich u.a. in den in millionengräbern versinkenden Leuchtturmprojekten. wer eine master-geplante stadt möchte, die keine eigenständigen Bürger verträgt, ist mit dem, was da des „Volkeswohl“ bestimmt bestens beraten.

bei solchen überdimensionierten und ausschliesslich dem „geld verdient geld“-konzept angepassten pläne bleibt kein platz für soziales. da ist kein platz für schwache oder solche, die garkeine chance mangels masse verschenken können. wo licht ist, fällt auch schatten. eine gesellschaft besteht nicht nur aus häuptlingen oder alphatieren.

Duisburg als Stadt/Gesellschaft hat die vielleicht einmalige chance zu einer neuen orientierung. beispielsweise für das, was wirklich wichtig für die menschen ist. dazu müssten sie allerdings auch mehr als eine unterschrift im vorbei gehen leisten…

Duisburg wird nie die stadt werden, die auf dem reissbrett so schön rüberkommt. dazu leben hier einfach noch zuviele DuisBürger…

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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