was noch fehlte…

ok, ich geb es zu. wie viele andere drücke ich viel zu schnell den „senden„-button. trotz des bewusstseins der unumkehrbarkeit der aktion verbleibt nicht genügend verstand, noch mal sorgfältig zu prüfen. menschen halt…

ich gebe weiter zu, völlig ohne vom tagesgeschehen kenntnis genommen zu haben den letzten post (jaja, ok… nicht nur den) ins www entlassen zu haben. so werde ich ohne Artikel fleddern zu können auskommen müssen… meine vorgesetzte sagt zu solchen gelegenheiten: „einfach mal die klappe halten“ (o-ton)

StadtBahn - Station König-Heinrich-Platz / foto: parcelpanic

ich habe mir einen kleinen überblick verschafft, was sich so in sachen abwahl tut. bischen RP, WAZ, TAZ, FAZ und konsorten, ein bischen mails. ein paar links zum später lesen, mit der gefahr einige punkte doch anders zu beurteilen. all die, denen nun der wind entgegen pusten wird, sollten sich bei denen auskunft holen, die das in sachen „Demos/TrillerpfeiffenTruppe“ hinter sich haben. es macht sinn aus erfahrungen zu lernen.

kurze zusammenfassung der presse, wie gefühlt: die jagdsaison scheint schon eröffnet, glaubt man der eher konserativen presse. mitte/links geht eher auf kuschelkurs und die rechten wissen noch nicht so recht(s). der „bürger“ als solcher hat dem augenschein ausser denen mit der unterschrift keine meinung, die wirtschaft wartet ab und die weltpresse interessiert es eh nicht. noch nicht. schön aber, das z.b. wieder ein vogel aus der asche entstiegen ist, in der das letzte gefieder verglühte. das sagt auch was… ich spare mir böse vergleiche.

um wieder auf den punkt zu kommen. der focus liegt auf dem, was nun im Rathaus passiert. da kann man sich auch ein gutachten gegen trickserei kaufen, es nutzt wenig. mag es auch ein formfehler sein, wenn tatsächlich eine spalte für die hausnummer hätte extra da sein müssen. man kann immer noch vortrefflich darüber streiten, ob die in der rubrik „Strasse“ angegebene hausnummer dann überhaupt gültig ist. und das wäre erst der anfang. klingt unglaubwürdig? bestimmt nicht!

derzeit ist man hin und hergerissen. auf der einen seite früh das nicht eben der sache gerechtwerdende unstrukturierte gesammele anprangern und nun sagen wollen, es sei alles in ordnung so? nein, sicher nicht. aber Goliath reicht seine grösse nicht und er versucht eben Davids schultern zu besteigen. bei dem getue muss ich immer an einen ehemaligen hund denken, Sam. ein kleiner, blonder rüde. wenn er grösseren männlichen hunden begegnete, ging er seitlich an diese ran (tat freundlich), versuchte ihnen die vorderpfoten auf den rücken zu legen, um dann zu knurren…

abrupter schwenk: das wort peinlich hat eine andere bedeutung, als sich mit dem versuch ohne haare am eigenen schopf aus dem eigenen morast ziehen zu wollen. und das als „wanderzirkus Duisburger Stadtdilletanten“. in einer solchen truppe wäre wie bei den namensbrüdern aus Bremen unser Adolf sicher auch nicht der Hahn an der spitze…

Duisburg Ruhrort / foto: parcelpanic

nur um es ein weiteres mal klar zu sagen. es soll keine drohung sein und ich werde mich auf die dokumentation dessen beschränken, sollte es dazu kommen. mein gefühl sagt mir ganz klar, dass es deutliche konsequenzen haben wird, wenn in der sache weiter seitens der „beteiligten“ derart undemokratisch und bar jeder gesellschaftlicher norm der versuch unternommen wird, diesen prozess mit fadenscheinigsten begründungen aushebeln zu wollen. wo ist die selbstsicherheit aus der GutsHerrenArt hin?

die herrschaften haben noch nicht alle listen geprüft. das sollten Sie auch tun, wenn sie der ansicht sind, die fehlende spalte wäre anlass genug, die gut 60.000 meinungen zu ignorieren. in einer stadt, in der „das volk“ so ruhig und ohne grosses aufsehen eine so beachtliche anzahl an menschen zur angabe ihrer persönlichen angaben zu bewegen, klappt normalerweise nur bei preisausschreiben mit PKW-gewinn… und um in der selbstgefälligen art zu bleiben:

Stuttgart kann hier lernen…

na, harter tobac? aber wenn wir uns ansehen, was hier in Duisburg geschieht, ohne das menschen gefahr laufen, als zivilisten wie Hooligans behandelt zu werden, ohne sachbeschädigung oder monatelangen Demos, ist der erfolg schon beachtlich. wer in Duisburg lebt, hält seine einwohner nicht unbedingt für politisch. ja, die hohen preise werden auch auf der strasse beklagt, an der Bude. auch die eine oder andere „ungerechtigkeit“ findet erwähnung im smalltalk.

Sky over Duisburg / foto: parcelpanic

aber in der mehrzahl wird bestensfalls übers übel gesprochen, meist aber nicht der verursacher benannt. politisch gesehen. (sicher finden sich parolenschreier und verirrte.) diese menschen, die auch die früheren, „guten“ errungenschaften sehen, werden allerdings immer weniger. und sich bei allen „neueren“ volksgruppen intergrieren zu wollen sollte auch einem fastenbrecher nicht ganz leicht fallen.

Duisburger? es ist ein loyales völkchen, in guten und schlechten zeiten. erst langsam verliert sich der traditionelle workingclasshero, die grossfamilie, der zusammenhalt und schon will man sie durch Dinks (double-income-no-kids) ersetzen und mit dem entsprechenden umfeld ausstatten. es ist zum scheitern verurteilt, wenn die Duisburger, die nicht in diese MasterCity passen, endlich auch wegziehen! hoffentlich wird abschiessen nicht bald billiger als umsiedeln…

für den letzten satz werde ich mich entschuldigen. wenn man mir nachweisen kann, dass ich die verantwortung dafür trage, etwas unterschrieben habe und wirklich kein anderer dafür geopfert werden kann. vielleicht…

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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